Montag, 10. August 2015

Mauerarbeiten I

Da wir wussten, dass es heute so richtig losgehen soll und man von nun an wahrscheinlich täglich Fortschritte sieht, haben wir uns vorgenommen, täglich 1x zur Baustelle zu fahren. So also auch heute.

Als wir in unsere Straße einbogen, bekamen wir beide das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Das halbe Haus stand schon!!!! Naja zumindest fast. Wir waren auf jeden Fall echt überrascht, wie schnell unsere fleißigen Maurer die Steine gestapelt haben. Aber seht selbst:

West-Ansicht
Geräteraum, Küchenfenster, Erker vom Essbereich

Küchenfenster, Erker Essbereich, Wohnzimmerfenster

Süd-West-Ansicht

Süd-Ansicht, 2x Wohnzimmerfenster, rechts: Arbeitszimmer

Ost-Ansicht: links Arbeitszimmer, mittig: Eingangsbereich, rechts: Gäste-WC, Technik-Raum

Blick auf Arbeitszimmer, Wohnzimmer und Flur


Nord-Ost-Ansicht: rechts: Garage mit Zugang zum HWR

Achtung Baustelle!

Am 04.08.2015 haben wir endlich unseren Bauleiter Herrn L. kennengelernt. Wie schon etliche Male davor, habe ich mich auch bei diesem Termin geärgert, mir nichts zu schreiben mitgenommen zu haben. Von den vielen Informationen kann ich mich wahrscheinlich wieder nur an einen Bruchteil erinnern. :-)

Das Errichten der Baustelle und der ersten Schicht war schon für den folgenden Freitag (07.08.2015) geplant. Wir haben es uns also nicht nehmen lassen, am Wochenende mal nach Grasberg zu fahren, um unsere Neugier zu befriedigen.

Und hier die aktuellsten Bilder:


Aus all diesen Dingen soll mal unser Haus entstehen...






Sonntag, 9. August 2015

Die Elektroplanung

Man wächst mit seinen Aufgaben...


Die bisher schwierigste Aufgabe für uns war die Elektroplanung des Hauses.

Wie wahrscheinlich alle Bauherren, haben auch wir uns im Vorfeld überlegt, an welcher Stelle man vielleicht etwas Geld durch Eigenleistungen sparen kann. Da wir einige Elektriker im Familien- und Bekanntenkreis haben, war es natürlich verlockend über Eigenleistungen nachzudenken. Bei allen Eigenlesitungen schwimmt leider immer das Wort "Gewährleistungspflicht" mit. Um am Ende nicht sang- und klanglos unterzugehen, haben wir uns erstmal gegen eine komplette Eigenleistung entschieden. Sicherlich werden wir alle zusätzlichen Netzwerk- und TV-Anschlüsse bzw. alles was in Richtung Hausautomatik geht, doch durch unseren Bekannten machen lassen, da die Kosten an dieser Stelle echt schnell in die Höhe steigen. 

Aber fangen wir beim Anfang an:

Für die grobe Vorplanung der Elektrik haben wir uns unseren Grundriss ausgedruckt. Dann haben wir eine Bestandsaufnahme unserer jetzigen Wohnung gemacht. Soll heißen: Für jedes Zimmer wurde einzeln aufgelistet, welche elektrischen Geräte wir momentan in Gebrauch haben und wieviele Steckdosen und Lichtschalter derzeit zur Verfügung stehen. Im neuen Haus wollen wir uns natürlich verbessern, also so wenig wie möglich Verteilerdosen nutzen und so wenig wie möglich sichtbare Kabel herumliegen haben. Wir sind dann einfach jeden Raum einzeln durchgegangen. Neben Steckdosen und Lichtschaltern haben wir auch Netzwerk-, TV- und Telefonanschlüsse eingezeichnet. Hört sich jetzt einfach an, hat aber tatsächlich mehrere Stunden, über mehrere Tage verteilt, gedauert. An dieser Stelle kann ich sagen, dass es Sinn macht, die Elektroplanung mal für eine Woche wegzulegen und dann erneut draufzugucken. So kommt man der Endlösung schon recht nahe. Perfekt wird es wahrscheinlich erst beim dritten Haus, weil man erst im Alltag merkt, wo man eventuell etwas nicht bedacht hat.

Gerade an unserer Ost-Seite des Hauses, die direkt zur Straße zeigt, haben wir die Steckdosen auch in die Fensterlaibung gesetzt. Im Hinblick auf Weihnachtsdeko oder ähnliches sicherlich sehr praktisch. Alle Steckdosen, die speziell für ein Gerät (bspw. Herd, Geschirrspüler, Kühlschrank usw.) verlegt werden müssen, wurden dementsprechend beschriftet. So sieht man recht schnell, dass nicht mehr viele Steckdosen zur freien Verfügung stehen. Wir haben also auch darauf geachtet, dass in jeder Ecke bzw. an jeder Wand eine Steckdose sitzt. Ob das dann letztendlich ausreicht, wird die Zeit zeigen :-)

Bei der Elektroplanung sollte man den Außenbereich nicht vergessen. Steckdosen im Dachüberstand können für zukünftige Markisen oder Beleuchtung ebenfalls sehr praktisch sein. Da wir bereits Spots im Dachüberstand geplant hatten, haben wir uns hierbei speziell auf den Bereich der Terrasse konzentriert. Was die Garage und den Geräteraum angeht, müssen wir leider nochmal ins Detail gehen. Fest steht auf jeden Fall, dass in der Garage auch ein Starkstromanschluss verlegt werden wird. Man weiß ja nie was die Zukunft so bringt - und haben ist besser als brauchen! :-)

Die Spots im Inneren des Hauses wurden bereits von Anfang an geplant und eingezeichnet. Von daher brauchten wir uns nur noch Gedanken um die übrigen Deckenlampen machen. Viele sprechen in diesem Zusammenhang von Bewegungsmeldern. Da ich eine Nachteule bin und im Falle des Falles ;-) gerne im Dunkeln durch das Haus tiger, haben wir auf Bewegungsmelder bisher verzichtet. Im HWR oder im Abstellraum könnte es noch Sinn machen, aber da sind wir uns noch nicht einig.

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich persönlich schon gern etwas, was in die Richtung von Hausautomatik geht. Dass Martin Minimalist ist, hatte ich ja bereits erwähnt ;-) Wenn der Spaß nicht so teuer wäre....
Ich denke die drei Unterputzradios (Küche, Bad, Gäste-WC) werde ich wohl durchsetzen können!

Die Schalter für die elektrischen Rolllädenantriebe haben wir bereits bei der Baubesprechung geplant und eingezeichnet. Ich habe mich jetzt nochmal belesen und bin dabei auf Zeitschaltuhren und die Astrofunktion gestoßen. Das heißt, dass man entweder selbst entscheiden kann, wann täglich die Rollläden hoch- und runterfahren oder man lässt das durch die Astrofunktion regeln. Dabei wird täglich der Zeitpunkt des Sonnenauf- und unterganges berechnet und dementsprechend werden auch die Rollläden gesteuert. Es gibt auch so Spielereien wie Sensoren unter der Matratze, die registrieren, wann man aufsteht, sodass einen die Geräusche der hochfahrenden Rollläden nicht aufwecken. Leider kann man nicht alles haben, sodass wir solche Dinge vorerst nicht geplant haben. Bei einem Beratungstermin bzgl. Türen und Fenster sagte man uns, dass man in einem Raum manuelle Rolllädenantriebe planen sollte, denn im Fall eines Feuers springt die Sicherung logischerweise raus, sodass heruntergelassene Rollläden nicht mehr geöffnet werden können und man buchstäblich in der Falle sitzt. Wir hatten uns für den HWR und den Technikraum sowieso für manuelle Rolllädenantriebe entschieden, sodass sich das für uns erübrigte. Trotzdem fand ich den Hinweis sehr nützlich. Selbst daran gedacht hatten wir nicht. 

Abschließend kann ich sagen, dass es sich recht schwierig gestaltet, alles nur auf dem Papier zu planen. Von daher freuen wir uns, wenn wir letztendlich die Begehung auf der Baustelle mit dem Elektriker haben. Gut vorbereitet sind wir wahrscheinlich schon, dennoch wird der Fachmann bestimmt noch den ein oder anderen Tipp für uns haben. Ich bin gespannt....

Donnerstag, 30. Juli 2015

Kleine Hiobsbotschaft am Rande

Bisher lief ja trotz kleinerer Unstimmigkeiten alles supi. Ein Hausbau wäre aber kein Hausbau, wenn nicht auch mal Probleme auftreten würden. Als wäre ein Montag an sich nicht schon genug für meinen Stresspegel, erhielt ich von E+E eine Email, in der mir mitgeteilt wurde, dass sich ein Mitarbeiter des Wasser- und Abwasser Verbandes Osterholz gemeldet habe. Thema war, dass der in allen Skizzen und Plänen eingezeichnete Übergabeschacht für Schmutzwasser nicht existiere - Gesichtsentgleisung meinerseits :-)  Grund dafür sei eine Grenzverschiebung des Grundstücksverkäufers, sodass sich der vorgesehene Schacht nun auf dem nördlichen Nachbargrundstück befindet. Glückwunsch an dieser Stelle an unsere zukünftigen Nachbarn - Ihr könnt mit Schmutzwasser nur so um euch schmeißen :-). Zum Scherzen war mir an dem Tag allerdings nicht zumute. Da wir unser Grundstück voll erschlossen erstanden haben, rief ich unseren Verkäufer an. Glücklicherweise gestaltete sich dann alles relativ einfach. Herr Köster sicherte mir zu, die Unterlagen durchzusehen und sich im Anschluss dessen nochmal zu melden, um das weitere Prozedere durchzugehen.  

Eine halbe Stunde saß ich dann sprichwörtlich auf heißen Kohlen, bis dann der ersehnte Anruf kam. Man teilte uns mit, dass es tatsächlich eine Grenzverschiebung gegeben habe, von der Katasteramt und Co auch in Kenntnis gesetzt wurden - nur leider die ausführende Tiefbaufirma nicht. 

Herr B. von E+E hatte uns glücklicherweise schon Skizzen beigefügt, wo denn der neue Anschlussschacht für unsere Planung am günstigsten liegen sollte. Vielen Dank dafür, das hat mir ein erneutes "Entschuldigung, ich habe keine Ahnung!" erspart. Alle Informationen wurden diesbezüglich dann weitergegeben, sodass Herr Köster die Umsetzung des Schachtes veranlassen konnte. Und so wird es dann mal aussehen:



Abschließend kann man wahrscheinlich sagen: Glück im Unglück. Durch die Umsetzung wird der Schacht dann dort sitzen, wo es für uns am praktischsten ist. So kann es meinetwegen weitergehen!


Freitag, 24. Juli 2015

Auch die höchsten Türme fangen beim Fundament an

Die Sohlplatte ist endlich fertig!!


Nachdem gestern (23.07.2015) überraschenderweise die erste große Rechnung zur Fertigstellung der Sohlplatte ins Haus flatterte, machten wir uns heute gleich auf, um uns die Resulate anzusehen. Geld gibt es eben erst bei Zufriedenheit :-)

Kaum hatten wir unser Auto abgestellt, sind wir fast zum Grundstück gesprintet - so groß war die Aufregung ;-) Das Gefühl, dass man endlich sieht, dass dort bald mal ein Haus stehen soll, ist einfach unbeschreiblich. Ja, man könnte auch fragen, was an aufgegossenem Beton so aufregend sein soll?! Tja, man hat sich eben sehr sehr sehr lange lediglich auf dem Papier mit seinem Haus beschäftigt und sämtliche Einrichtungsgegenstände ausgesucht, von denen man nur erahnen kann, ob alles irgendwann mal gut zusammen aussieht. Und jetzt zu sehen, dass sich endlich was tut, ist einfach toll.

Leider war die Sohlplatte bereits mit einer Plane bedeckt. Diese hatte sich allerdings an einer Stelle durch den Wind verschoben, sodass wir alles erstmal gerichtet haben und erneut Sand zum beschweren draufgebuddelt haben. Ich sag mal so: Jetzt haben wir beim Bau auf jeden Fall schon mal mitgeholfen :-)) Soll ja Glück bringen :-)

So genug auf die Folter gespannt - hier sind mal wieder ein paar Bilder:






...Baustrom und eine Bautoilette sind nun auch vorhanden...






Freitag, 10. Juli 2015

Auf die Plätze, fertig, los....!!

Der Startschuss ist gefallen...



Und die ersten Spatenstiche wurden vollbracht! :-)

Bereits letzte Woche (nach unserem etwas frustrierenden Termin) erhielten wir einen Anruf, um einen Termin für die Höhenfestlegung auf dem Grundstück abzustimmen. Dieser stand dann am Dienstag (07.07.2015) an.

Ratz - fatz wurde da alles Notwednige besprochen und letztendlich wie immer unterzeichnet. Man teilte uns im Zuge dessen ebenfalls mit, dass bereits heute der Bagger kommen würde und dass die Firma Koldehofe (http://www.koldehofe.de/) am morgigen Tag mit den Erdbauarbeiten losgehen würde. Die Freude, dass es nun endlich richtig losgeht, war unermesslich.

Einen Tipp hätte ich an dieser Stelle für alle zukünftigen Bauherren:

Man wird euch fragen, welche Bereiche des Grundstückes ausgekoffert werden sollen. Auf deutsch bedeutet das, dass ihr euch vorher schon mal Gedanken über Pflasterarbeiten und über die zukünftige Terrasse machen solltet. Denn alles, was später mal bebaut oder gepflastert werden soll, muss bodentechnisch vorbereitet werden, damit ein stabiles Fundament vorhanden ist und nicht sofort alles wieder absackt. Tiefbauarbeiten sind, was Baunebenkosten angeht, eine der größten Investitionen, dennoch hat man mit einem großen Bagger natürlich weniger Arbeits- und Zeitaufwand, sodass man an dieser Stelle überlegen sollte, alles gleich mitzumachen.

Da mein werter Herr Papa selber im Tiefbau tätig ist (:-*), haben wir uns dazu entschlossen, alles später in Eigenregie zu machen. So bleibt uns noch etwas Zeit für die konkrete Planung und mit einem fertigen Haus lassen sich natürlich auch die Platzverhältnisse besser einschätzen.

So und nun gibts endlich die ersten Bilder:







Montag, 6. Juli 2015

Das Warten vertreibt die Zeit

Unsere Bauanzeige wird endlich bearbeitet


Am 29.06.2015 bekamen wir von E+E die Nachricht, dass die Bauanzeige fertig ist, sodass wir direkt am 30.06.2015 einen Termin zur Unterschrift vereinbart haben. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie sind wir davon ausgegangen, dass die Bauanzeige schon genehmigt ist und jetzt nur noch durch uns abgesegnet werden muss. Weit gefehlt!!!! Wir saßen da vor einem Haufen Papier und so langsam dämmerte uns, dass da noch nichts genehmigt ist. Seit der Baubesprechung (06. Mai) waren aber nun schon 2 Monaten vergangen, in denen rein gar nichts passiert ist. Ich musste meinen Unmut zumindest mit der Frage, warum in der Zwischenzeit nichts passiert sei, äußern. Als Antwort bekamen wir: 

"Das liegt an der langen Warteliste. Da waren noch einige Bauherren vor Ihnen dran, die auch eher ihre Baubesprechung hatten. Außerdem haben sie ja einen garantierten Einzugstermin."

Gut, die Erklärung haben wir so hingenommen. So ganz einverstanden sind wir dennoch nicht. Immerhin musste lediglich alles ausgedruckt und versandt werden. Aufgrund des Poststreiks haben wir die Unterlagen dann selbst nach Grasberg gebracht, sodass wir den wohl wärmsten Tag im Jahr nicht genießen konnten. :-(  Opfer müssen dieses Jahr wohl noch häufiger gebracht werden.

Nun heißt es nochmal ca. 2 Wochen warten. In der Zwischenzeit soll alles Nötige für Bauwasser und Baustrom erledigt werden, sodass dann im Juli zumindest die Sohlplatte gegossen werden kann. Dann macht E+E zwei Wochen Betriebsferien und Mitte August geht es dann endlich los mit dem Maurerarbeiten. 

Damals haben wir unseren Einzugstermin sozusagen aus Kulanz großzügig geplant - man will ja keinen unnötigen Stress aufbauen. Mittlerweile fragen wir uns, ob wir da nicht zu nett waren. Nach geleisteter Unterschrift bemühte man sich zumindest nicht mehr so sehr wie in der Zeit davor (das Gefühl hatten wir auf jeden Fall). 

Ab jetzt sind wir ne "Nummer" in Grasberg

 

Am 05. Juli bekamen wir die freudige Nachricht, dass unsere Bauanzeige an das Bauaufsichtsamt weitergeleitet wurde und nun bearbeitet wird. 

Außerdem wurden wir darüber in Kenntnis gesetzt, dass uns die Hausnummer 59 zugewiesen wurde. 

Übrigens sind die Behörden überhaupt nicht so langsam wie man immer sagt - sofern es um Rechnungen geht, sind die echt fix. Heute kam ein Schreiben für den Wasseranschluss mit einer saftigen Summe als Anzahlung. Naja - Augen zu und durch, ne!