Montag, 6. April 2015

Bausachverständiger und VPB-Mitgliedschaft

Zusatz-Joker oder Risiko


Ein wichtiges Thema bei jedem Hausbau sollte die Qualitätskontrolle sein. Wie wahrscheinlich die meisten Häuslebauer, haben auch wir uns zunächst sehr schwer getan, was dieses Thema angeht. Immerhin zahlt man für drei Besuche eines Bausachverständigen richtig viel Geld. Da wir beide absolute Laien sind, was das Thema Bau angeht, werden wir einen Bausachverständigen hinzuziehen. Die Kosten, die für eventuelle Reparaturen entstehen, weil ein Mangel nicht bemerkt wurde, übersteigen in den meisten Fällen bei Weitem den Preis für den Bausachverständigen, denn auch kleine Mängel können im Laufe der Zeit zu großen Aufwendungen führen. Uns hat die Seite des Verbandes Privater Bauherren sehr geholfen. Im Falle einer abgeschlossenen Mitgliedschaft bekommt man zudem zahlreiche Versicherungen, die für einen Neubau Pflicht sind, vergünstigt. Ratgeber rund um das Thema Neubau können kostenlos heruntergeladen werden. 

Morgen habe ich einen Termin dort, um unseren vorläufigen Bauvertrag prüfen zu lassen, denn auch das gehört zu den Leistungen, die der VPB anbietet. Die Prüfung des Bauvertrages lege ich an dieser Stelle auch jedem ans Herz. Ich werde morgen berichten, wie der Termin verlaufen ist...

So Ihr Lieben, eine Woche ist schon wieder ins Land gezogen. So einiges hat sich in der Zwischenzeit getan. Stehengeblieben war ich bei dem Termin mit dem Verband privater Bauherren. Herr S. hat uns sehr freundlich empfangen. Zunächst wurden wir über die Struktur und die Leistungen des VPB informiert - diese erste halbe Stunde war zum Glück noch nicht kostenpflichtig. Doch nachdem der Mitgliedsantrag unterzeichnet war und in die Vertragsprüfung ging, tickte die Uhr. Da will man dann echt keine Anekdoten aus dem Leben eines Architekten hören (auch wenn sie witzig waren) und blickt jede Minute zur Uhr :-) Letztendlich konnten alle Details in einer Stunde besprochen werden. Für alle Unentschlossenen kann ich sagen: Das befreiende Gefühl, wenn man den Termin hinter sich hat und genau weiß, alles getan zu haben, um sich bestmöglich abzusichern, ist einfach unbezahlbar. Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber mir ist eine große Last von den Schultern gefallen und da tut das Geld, das man dafür leider aufbringen muss, gar nicht mehr so weh. Tja was soll ich sagen - im Rechnungen schreiben sind sie leider alle schnell. Zwei Tage nach dem Termin war unser Baukonto um 115 Euro leichter. Aber wie schon gesagt, erkaufe ich mir diese Sicherheit gerne.

Willkommensgeschenke des VPB

Was unseren Vertrag angeht, so waren eigentlich nur Kleinigkeiten zu bemängeln, sodass ich den Nachverhandlungen relativ entspannt entgegensehe.

Hausbau, dein neues Hobby

Ich weiß nicht, ob es nur der Drang zum Perfektionismus oder einfach nur bekloppt ist. Jede freie Minute nutzen wir, um doof durch die Gegend zu fahren und uns Häuser anzugucken. Dämliche Bauschilder sind auf ein Mal von Interesse. Gespräche über Fliesen und Tapeten werden höchst interessant. Ja, Hausbau ist eine Krankheit. Aber schaden kann es ja nicht, sich im Vorfeld zu informieren, wenn man eine Entscheidung fürs ganze Leben trifft - so hoffen wir mal! 

Sofern man so veranlagt ist wie ich, kann man auch gut und gern mal an fremden Haustüren klingeln. Wir haben das in unserem zukünftigen Örtchen einfach gemacht und viele nützliche Tipps zum Thema Neubau bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle an Sabrina, die uns ohne zu zögern durch Ihr Haus geführt hat. Die Einladung zum Richtfest steht!

Grundstückskauf 20.03.2015

Heute, am Tag der Sonnenfinsternis und des astronomischen Frühlingsanfanges war es endlich soweit… Am 20.03.2015 haben wir endlich den Kaufvertrag für unser Grundstück in Grasberg unterschrieben.

Kaufvertrag

Vor diesem Termin solltet ihr alle gut geschlafen haben - ich glaube alle Notare können schneller sprechen als wir lesen können! Die zahlreichen Wochenendtouren durch das Bremer Umland haben sich letztendlich ausgezahlt. Jetzt sind wir stolze Besitzer eines 765 m² großen Grundstückes am Findorffhof und nicht zu vergessen: 1/6 des Privatweges gehören auch uns. Bald sind wir also waschechte „Grasberger“ uns sagen Moordeich Adieu. Schwer vorstellbar, dass auf diesem Acker bald ein modernes Staffelgeschoss stehen wird: 

Baustraße; links davon liegt unser Grundstück


Von der Idee zum Grundriss

Zwischen der Grundstückssuche und dem endgültigen Kauf ist eine Menge passiert.
Zunächst hieß es Bauträger raussuchen, die für uns in Frage kommen. Auf unserer Liste standen letztendlich:
  • Ernst und Ernst aus Achim
  • Tönjes & Meichsner aus Achim
  • ID Bau aus Harpstedt
  • Lange und Lossau aus Langwedel
  • Olfa Haus aus Garrel
  • Lanfermann aus Garrel
Die ersten Gespräche verliefen zugegebenermaßen etwas holprig, was aber eher an unkonkreten Wünschen unsererseits lag. Zu Themen wie Energieversorgung oder Extrawünschen hatten wir einfach noch keine konkreten Vorstellungen. Mit jedem Gespräch kamen wir unserem Traumhaus merklich näher. Die schlaflosen Nächte und die Träume von Grundrissen erwähne ich hier jetzt einfach mal nicht :-) Der Hang zum Perfektionismus ist da echt nicht förderlich.

Da ich meine Suche nach Bauträgern partiell über das Internet gemacht habe, weiß ich, wie dankbar man ist, wenn man auf Erfahrungswerte von anderen Häuslebauern zurückgreifen kann. Zu jedem Bauträger haben wir uns eine Meinung gebildet - wer Interesse daran hat, kann gern einen Kommentar und eine EMail-Adresse hinterlassen. Angemerkt sei dabei, dass wir natürlich nur Erfahrungswerte bezüglich der Beratungsgespräche haben - das ist ja immer subjektiv.

Eins kann ich hier schon sagen: Ernst und Ernst (http://www.ee-bau.de) war bei uns klarer Favorit. Für das Beratungsgespräch hat sich Michael Ernst enorm viel Zeit genommen. Unsere Vorstellungen wurden dabei nicht einfach nur bejaht, sondern auch mal kontrovers diskutiert, wobei Herr Ernst viele Beispiele aus seiner jahrelangen Erfahrung aufzuweisen hatte und wir letztendlich oft auf seine Meinung vertrauen konnten. Alle Wünsche wurden sofort in unseren Zeichnungen festgehalten, sodass man nicht nach vier Wochen einen Grundriss erhält, der überhaupt nicht zu dem im Vorfeld Besprochenen passt (kam leider oft vor). Entgegen manch anderer Meinungen, mussten wir nie lange auf die Aktualisierung unserer Zeichnungen warten. Einen ganz großen Pluspunkt bekommt Ernst und Ernst für die Prüfung unseres Grundstückkaufvertrages, was eigentlich nicht zu deren Aufgaben gehört. Außerdem haben wir immer Anlaufadressen für die verschiedenen Bereiche wie Treppenbau, Küchenplanung oder Bodengutachten an die Hand bekommen. Sofern der Bau dann auch so reibungslose über die Bühne geht, kann ich Ernst und Ernst absolut weiterempfehlen. So genug der Werbung - und nein ich bekomme nichts dafür :-).

Nochmal zurück zum Thema Grundriss. Anfangs haben wir einfach mal pauschal eine Hausgröße von 150 m² angenommen - klang einfach ganz gut. Uns fehlte an dieser Stelle das gewisse Vorstellungsvermögen beziehungsweise das Gefühl für Raumgrößen. Aus diesem Grund haben wir die Reise nach Bad Fallingborstel angetreten - zum Viehbrock-Musterhauspark. Auch das kann ich nur jedem empfehlen. Man kriegt dabei schnell ein Gefühl für Raumgrößen und (für uns Frauen:) man kann zudem tolle Ideen für die spätere Einrichtung sammeln. Vieles, wie zum Beispiel das Abmauern von Garderoben oder Nischen - denn das muss bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Und für die Männer: Wenn euch eure Frau nach euren Vorstellungen zum Thema Treppe fragt, ist es wenig hilfreich wenn die Antwort lautet: "Meine Treppe muss mich von unten nach oben bringen und wieder zurück!" Wo wir schon dabei sind: Martins Traumhaus muss vier Wände haben und ein Dach. :-)
  
Unseren Grundriss habe ich letztendlich dann selbst mit einem Grundriss-Programm gezeichnet und den Bauträgern dann nur noch den Feinschliff überlassen. Dabei waren die Katalogberge sehr nützlich. Also vielleicht nicht alles gleich in die Papiertonne schmeißen ;-)